Ganzheitliches Wohlergehen, Qigong, Energiearbeit, Ganzheitliche Gesundheitsberatung
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Die Fangshi und der Ursprung des Qigong und des Daoismus

 

 

 

Die Fangshi, übersetzt Mann der Technik, waren Asketen, die sich u. a. mit medizinischen Fragen der damaligen Zeit beschäftigten. Sie waren oft, aber nicht immer auch recht gebildet in den restlichen Wissenschaften ihrer Zeit. Fangshi waren Gelehrte. Es gab gerade in der Frühzeit  auch wieder Überschneidungen mit Thematiken des  Shamanismus, aus dem viele Elemente der Fangshi Künste entstanden sind. Sie beschäftigten sich mit der Wahrsagerei,  Gesundheitspflege, Medizin, Unsterblichkeitssuche, Astrologie und Alchemie, die Fangshi begründeten auch die traditionelle chinesische Medizin. Sie lebten zeitweise unstruktuiert in der Natur, begründeten aber auch universitätsähnliche Strukturen wie die Jixia Akademie. Die viele mündliche Überlieferungen zu Papier brachte. Sie lebten nicht permanent in Askese, sondern zumindest zeitweise mitten in der Gesellschaft mit Familien. Der Gedanke des Zölibats kam erst mit dem Buddhismus nach China und wurde von vielen Daoisten ab ca. 1100 nach Christus umgesetzt, sie nennt man Quanzhen Daoisten. Lange Zeit verbrachten sie vor allem in den Bergen und tauschten ihr Wissen aus. Dabei war der Übergang zwischen Schamanen, Fangshi und später auch der Bezeichnung Daoist oft verschwommen. Der rationalere Glaube an andere zusätzliche Faktoren wie Götter und Dämonen setzte sich aber langsam durch und das Qi, die Lebensenergie, gewann noch größere Bedeutung, was gleichzeitig den Grundstein für die chinesische Medizin legte, wie man sie heute kennt. Bis hinein in die Zeit des Shamanismus gab und gibt es auch einige Frauen, die den Praktiken der Fangshi gleichberechtig nachgingen und gehen. Die daoistische Philosophie prägt bis heute eine große Verehrung des weiblichen  Yin Prinzips.

 

Der Ursprung dieser Fangshi zumindest unter diesem Namen liegt ungefähr 500 vor Christus, während allerdings viele Dinge wie die 5 Elemente Wuxi, die Yin Yang Theorie in ausformulierter Form mindestens bis 1000 vor Christus zurückreichen.  Ziel der Fangshi war auch das Zurückkehren zur eigenen Wesensnatur und das Aufgehen im Dao, was dann als Yangshen, Üben des Geistes, bezeichnet wurde. Sicher ist, viele von ihnen praktizierten die Lebenspflege Yangsheng, Üben des Körpers und die Pflege des Geistes Yangshen gemeinsam. Diese Philosophie beinhaltet die Pflege der eigenen Gesundheit über die richtige Ernährung, das Einnehmen von Kräutern und Übungen des Qigong, doch auch die Gesundheit anderer Wesen und das Pflegen des Lebens anderer Wesen,  Wu Wei, das Nicht-Erzwingen von Situationen und das Entfaltenlassen der Natur der Bäume und Pflanzen, das Erkennen der eigenen Natur in den natürlichen Prozessen der Umwelt und umgekehrt. Das Tao Te King war  eine sehr bedeutende Schrift  der Fangshi. Zu deren Vorgängern auch Laotse selbst zählte. Sie übten sich jedoch auch in der Herstellung von Unsterblichkeitspillen, dem äußeren Elexir (Wai Dan), durch Veredelung oft sehr giftiger Stoffe wie vor allem Quecksilber. 

 

Die Langlebigkeitsübungen des Qigong der damaligen Zeit dienten wahrscheinlich schon sehr früh auch der Suche mit dem eigenen Qi  eine Substanz im Körperinneren zu schaffen, die unsterblich machen sollte (Nei Dan), das innere Elexir. Besondere Bedeutung hatte dabei das untere Dantien.

 

Ab dem 9. Jahrhundert hatte die meist giftige äußere Alchemie keine Bedeutung mehr und die innere Alchemie wurde zu einem sehr komplexen Übungssystem ausgeformt, dem Nei Dan Gong, das den Gedanken der körperlichen Unsterblichkeit verwarf, dafür aber ein Veredeln der Seele mit körperlichen und geistigen Übungen zu erreichen versucht. Die physische Lebenspflege nimmt hierbei weiter hin eine starke Stellung ein. Aus dieser Tradition stammen die meisten alten Qigong Formen und auch die stillen Übungen, sofern sie daoistischen Ursprungs sind, was für die Mehrheit der Qigong Stile zutrifft.  

 

Eine  alte chinesische Sage liefert hierzu ein tolles Beispiel, wie das in alter Zeit ausgesehen haben mag.

 

Es soll ein legendärer Asket mit Namen Peng Zu 1900-1066 vor Christus gelebt haben, der 834 Jahre alt wurde, sich morgens bis zur Mittagszeit im stillen Kreisenlassen des Qi und der Selbstmassage übte und während des Tages bei Bedarf Daoyin (Qigong) Übungen einschob, ausgezeichnete Suppen kochte und Kräuter sammelte. Er hatte kein Bedürfnis an Macht und Reichtum, lebte nur für die Gesundheitspflege, übte sexuelles Qigong und gab gespendetes Gold stets an die Armen weiter, weswegen er für seine Güte geschätzt wurde. Peng Zu ist heute eine daoistische Gottheit. Obwohl ein ihm zugeschriebenes Grab existiert, ist seine Existenz nicht gesichert. Er gilt jedoch als legendärer Begründer  der Lebenspflege und wird heute im Daoismus als Gottheit verehrt.

 

Nach und nach wurden aus den Fangshi in einzelnen Tempeln organisierte Priester und viele Vorstellungen und Gottheiten aus dem Volksglauben flossen nach und nach mit ein.  Dies ist der Anfang des organisierten Daoismus, der unzählige Erscheinungsformen angenommen hat  und in dem das Qigong mehr oder weniger  eine Rolle spielt. Streng genommen könnte man auch den Konfuzianismus, sehr offen ausgelegt, als den Weg der Gesellschaft bezeichnen und mit dazu rechnen, was allerdings ein heikeles Thema ist, doch klar ist auch, Konfuzianer übten und üben Qigong.

 

 

 

 

  

 

 

 

 

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