Ganzheitliches Wohlergehen, Qigong, Energiearbeit, Ganzheitliche Gesundheitsberatung
Ganzheitliches Wohlergehen, Qigong, Energiearbeit, Ganzheitliche Gesundheitsberatung

Häufig gestellte Fragen 

 

 

Kann man im Rollstuhl Qigong üben?

 

Natürlich, ich selbst sitze im Rollstuhl, das ist sehr gut möglich! Die Vorstellung Yi ist im Qigong wichtig, wenn man sich vorstellt im Sitzen eine bestimmte stehende oder gehende Position einzunehmen, hat das zumindest energetisch gesehen ähnliche bis gleiche Auswirkungen.

 

 

 

Hier ist immer vom Daoismus die Rede, ist Qigong eine Religion?

 

Nein, aber die Urphilosophie, die klassische chinesische Philosophie, aus der das Qigong entstanden ist, ist nun einmal der Daoismus. Es gibt in China ein Konzept der drei Lehren, der Daoismus ist gut für die Gesundheit, der Buddhismus gut für das Karma und der Konfuzianismus gut für die Gesellschaft. In der Bevölkerung wird daraus tatsächlich meist eine Synthese gebildet, was es so schwierig macht, eine klare Statistik über die tatsächliche Anzahl einzelner religiöser Systeme in China zu führen.

 

Ich achte alle Religionen: gläubige Christen, Muslime, Juden, Hindus und alle anderen. 

Atheisten sind auch herzlich willkommen!

 

 

Muss man sportlich sein, um Qigong ausüben zu können?

 

Das ist keine Voraussetzung. Qigong ist größtenteils weniger körperlich anstrengend und das ist auch bewusst so.

 

Sind Qigong und Taijiquan dasselbe?

 

Taijiquan ist eine innere Kampfkunst, die aufgrund des Ursprungs im Gegensatz zum buddhistischen Shaolin Kung-Fu auch als daoistisches Kung-Fu bezeichnet wird und auf der Grundlage des Qigong, damals noch unter Nei Gong bekannt, entwickelt wurde. Die Bewegungen des Taijiquan stellen Angriffs- und Abwehrbewegungen wie z.B eine Kata in den japanischen Kampfkünsten dar, was auch der Grund ist, warum es im Tajiquan auch diverse Waffen gibt, die in den Formen zum Einsatz kommen wie z.B. das Schwert. Sie sind aber auf beeindruckende Weise gleichzeitig ein Qigong System, wenn man so will, weil sie wie Qigong auf den Körper und das Qi wirken. Taijiquan kennt aber ebenfalls reine Qigong Übungen wie das Chan Si Gong oder das aus dem Qigong stammende Pfahlstehen Zhang Zhuang. Wichtig beim Taichi Chuan ist weniger die Muskelkraft als die Sehnenkraft und fasziale Struktur, aus der die Bewegungen zumindest bei Meistern wie beim Loslassen eines gespannten Bogens regelrecht abgefeuert werden. Hierzu ist eine sehr fortgeschrittene Qi Kontrolle notwendig. Das aus der Balance Bringen ähnlich wie im Judo nimmt ebenfalls einen größeren Teil der Techniken ein. Um  dies zu verinnerlichen, werden die Bewegungen langsam geübt. Die Kampfanwendungen werden allerdings von sehr wenigen Taichi Übenden beherrscht und bedürfen in der Regel mindestens ein Jahrzehnt an eifriger Übung, um die Prinzipien im Ernstfall zu beachten. Die Yang Familie, die den Yang Stil begründete, bildete die letzten ca. 150 Jahre des Kaiserreiches sogar die Leibgarde der Kaiserfamilie aus. Yang Chen Fu war es dann, der 1915 das Taichi Chuan erstmals öffentlich unterrichtete, aber die kämpferischen Elemente aufgrund einiger Anpassungen zu Gunsten der leichteren Erlernbarkeit massiv in den Hintergrund rückte, was maßgeblich den Ruf des Taichi Chuan beeinflusste. So wurde es aber noch vor dem Qigong der Bevölkerung bekannt.

 

 

Beschreibt Qigong nicht eine oberflächlichere moderne Variante des alten Dao Yin und Neigong?

 

Das kann man so pauschal nicht sagen, auch wenn Qigong tatsächlich eine Neubezeichnung darstellt, erst ab 1957 Verwendung fand und sicherlich anfangs auf einen atheistischen Rahmen maßgeschneidert wurde. Vorher hießen die Qigong Übungen meist Dao Yin oder Nei Gong.

Spätere Meister haben jedoch nach der Kulturrevolution ebenfalls gute Systeme entwickelt,  man wird ja nicht gezwungen nur einen Teil des reichhaltigen Angebotes chinesischer Gesundheitsübungen zu üben. Es sind eher zwei Sichtweisen. Die neuen Systeme haben eine eher naturwissenschaftliche Ordnung, die alten eine traditionelle, sodass eine Übungsform immer alles gleichzeitig stärken sollte. Einige Qigong Formen, die ich beherrsche, stellen auch die standartisierte staatliche Form dar, was sich nicht negativ auf die Qualität auswirkt.

Welche Gewichtung man einzelnen Teilen gibt und mit wieviel klassischer chinesischer Philosophie man unterrichtet, hängt am Lehrer und mitunter auch an der Übungsgruppe.

 

Unterrichten sSe auch Taichi Chuan?

 

Ich übe mich darin, bin aber noch nicht sehr gut und noch  nicht in der Lage es zu unterrichten.

 

 

Ist Qigong ähnlich wie Zen?

 

Hier gibt es eine interessante Verbindung auch historisch. Als der Buddhismus begann, sich in China auszubreiten, so in etwa ab 300 nach Christus, verstanden viele die Texte nicht richtig und hielten den Buddhismus für einen Teil des Daoismus, der aus der damaligen orthodoxen daoistischen Sicht in Indien aber falsch verstanden worden sein muss. Missionare übersetzten die buddhistischen Sutren anfangs bewusst mit Begriffen aus dem Daoismus, um den Buddhismus eine leichere Ausbreitung zu ermöglichen . Es kam so zur starken Beeinflussung durch den Daoismus.  Die Betonung der Mystik im Zen geht mit Sicherheit zum Teil auf daoistischen Einfluss zurück. Ebenso ist Zazen identisch mit Zhouwang, der daoistischen Qigong Meditationstechnik des Sitzens in Vergessenheit. Die beständige Fokussierung auf den gegenwärtigen Moment, ohne allzu großen Wert von mentaler Auseinandersetzung mit Schriften, ist auch gerade für den frühen Daoismus prägend. Die Spontanität und der Humor mancher Zen Koans ist ebenso ein Merkmal des Daoismus. Besonders deutlich wird es  in den  japanischen Do Künsten. Do bedeutet Dao auf japanisch und bedeutet  u. a Weg. Also Judo= Weicher Weg usw.

 

 

 

Ist Qigong ähnlich wie Yoga

 

Yoga kommt aus Indien, Qigong aus China, beide Nationen sind alte Hochkulturen, sehr alte und echte philosophische Schwergewichte, die beide sicherlich ähnlich früh begannen, sich meditativ zu versenken. Yoga kann aber auch Praktiken beschreiben, die keine körperlichen oder meditativen Übungen einschließen. Man darf also nicht vergessen, dass die Herangehensweise eine andere ist und auch die Zielsetzung variert. Während es im Yoga zumindest ursprünglich einmal um das Zurücklassen der Körperlichkeit ging, hatten die Chinesen die komplett entgegengesetzte Vorstellung des Pflegens des Körpers oder anfangs sogar das Erreichen der körperlichen Unsterblichkeit.  Im Yoga geht es um spirituelle Vervollkommnung, bei der man zumindest im ursprünglichen Yoga den Körper zwar pflegt und reinigt, eher aber auch oft als Fessel der Seele gesehen wurde.  Im Yoga war das ursprüngliche Ziel, das Erreichen des Nirvana den gedankenlosen Zustand des Samadhi. Ein solches festgelegtes Ziel gibt es im Qigong nicht, wenn man die Religion/Philosophie des Daoismus zugrunde legt, aus der Qigong entstanden ist. Auch der für indische Philosophien typische Leidenskreislauf Samsara passt nur schwer in die indigene chinesische Vorstellungswelt. So ist ein Befreien von Leid oder ein Erlöschen von etwas wie im Nirwana kein Bestandteil chinesischer Philosophie. Starke Muskelanspannung soll im Qigong im Gegenteil eher vermieden werden. Qigong soll bewusst nicht so sehr anstrengend sein, während dies vor allem im modernen Yoga oft sogar gewünscht ist. Im Qigong hat die fast ständige Betonung der Entspannung, auch während einer Bewegung, die den Muskel spannt, bei den meisten Übungen Priorität. Die Qigong Formen beinhalten fließende Bewegungen. Die oft im Vergleich nicht so sehr kompliziert sind wie die  Asanas im Yoga. Im Qigong wird mehr Gewicht auf das Aufnehmen des Qi aus der Natur gelegt auch unabhängig vom Atem durch Vorstellung im Geiste. Es gibt auch die Handlung der Qi Übertragung, die innerhalb des Qigong bekannt ist und von manchen fortgeschrittenen Qigonglern ausgeübt wird.

 

Die nachfolgend spannende Frage ist, haben die Inder und die Chinesen sich gegenseitig beeinflusst?  Bis zu einem gewissen Grad sicher.  Durch die Ausbreitung des Buddhismus in China kamen sicher auch viele buddhistische Yogis, die als Übersetzer in China waren, in Kontakt mit dem Qigong und auch mit dem Daoismus. Eine Theorie ist, dass die spätere Tantra Philosophie ab dem 7. Jahrhundert nach Christus, die  interessanterweise in vielen Punkten stark dem Daoismus ähnelt, von diesem beeinflusst wurde.  Ab dem 6. Jahrhundert gab es interessanterweise einen stärkeren Kontakt zu Indien durch die stärkere Ausbreitung des Buddhismus in China. Gerade die Chola Dynastie in Südindien hatte starke langanhaltende Beziehungen mit China, was sogar in indischen Alchemisten und den Zielen körperlicher Unsterblichkeit gipfelte. David Gordon White liefert in seinem von der Universität von Chicago veröffentlichten Buch The Alchemical Body hierzu interessante Einsichten. Das Tantra Yoga gibt dem Prana eine noch zentralere Bedeutung . Im heutigen Kundalini Yoga gibt es Übungen in Bewegung, die denen des Qigong sehr stark ähneln.  Andererseits gibt es auch Mudra ähnliche Handgesten im daoistischen Qigong. Sie heißen Shoue jue und Mantra ähnliche Laute Jue, sie unterscheiden sich oft inhaltlich stärker vom Yoga. Andererseits hatte die genaue Analyse verschiedener Geisteszustände in Form buddhistischer Elemente  einen Einfluss sogar auf die spätere voll entwickelte daoistische innere Alchemie, die dort nahtlos und ergänzend in bereits bestehende chinesische Einsichten eingebettet wurden. 

 

Was ist Tao Yoga?

 

Tao Yoga ist ein aufgrund der längeren Bekanntheit des Yoga vor allem im Westen gerne benutzter Begriff für daoistische Übungen des Qigong, bevor der Begriff Qigong gebräuchlich war. Ein Tao Yoga in diesem Sinne mit unmittelbarer Verwandtschaft zum Yoga gibt es nicht. Manche Qigong Meister bezeichnen ihre Übungen auch heute noch als Tao Yoga.  

 

 

 

 

 

 

 

 

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